In 2026, Milking Time, an autotheoretical treatise on maternal subjectivity, metabolic living and feminist jouissance, was released in its German and Italian translations.

The German edition, translated by Anna Jäger under the title Gestillte Zeit, was published by Edition Raetia and can be purchased here.

The Italian edition, translated by Cristina Vezzaro under the titel Il tempo rubato, was published by Alphabeta and can be puchased here.

Both are also available as e-books.

Mit Gestillte Zeit. Mutter- und doch Selbstsein (Edition Raetia, übersetzt von Anna Jäger) beleuchtet Rosalyn D’Mello die Vielfachrolle der Frau als berufstätige Mutter, Künstlerin und Migrantin. Was bleibt von der Frau, der Schriftstellerin, der feministischen Intellektuellen, wenn der eigene Körper zur Milchquelle für ein Kind wird? Mit emotionaler Intensität zeigt sie, dass die Zeit des Stillens trotz ständiger Suche und Bedrängnis gleichzeitig eine große Fülle mit sich bringt.

In Gestillte Zeit hält sie die Gedanken und Empfindungen fest, die sie während des Stillens ihres ersten Sohnes erfährt. Sie realisiert, dass die Zeit nicht mehr linear verläuft: Sie ist zerstückelt, unterbrochen, „gestillt“. In einem labilen Gleichgewicht zwischen schlaflosen Nächten, Erwerbstätigkeit und Hausarbeit, Einsamkeit und Alltagsrassismus tritt Rosalyn als eine Stimme hervor, die traditionelle Formen und Rollen ablehnt und neue Versuche von Mutter-Sein, Frau-Sein, Migrantin-Sein und Selbst-Sein entwickelt. Ihre fiebrige, tagebuchartige Prosa verwebt intime Erlebnisse mit Autobiografie, feministischerTheorie und Reflexion über Sprache. Entstanden ist ein kraftvolles Werk, das in der Lage ist, die „gestillte Zeit“ der Haus- und Pflegearbeit in einen Raum des Denkens und der Kreativität zu verwandeln.

Denken und Gefühl, Körper und Bewusstsein nähren sich ständig gegenseitig, davon ist Rosalyn D’Mello überzeugt. So kann die intimste und privateste Erzählung in eine universelle Reflexion verwandelt werden. Wie sich selbst treu bleiben, während man Tag für Tag lernt, für einen anderen Menschen zu sorgen? Und wie kann Schreiben ein Akt der Fürsorge sein, eine Geste der Freiheit, die beharrlichste Art, Zeit zu „stillen“ und sie zu bewohnen?

Cosa accade al tempo quando si diventa madri? E cosa resta della donna, della scrittrice, dell’intellettuale femminista quando il corpo diviene puro nutrimento per un’altra vita e il mondo sembra restringersi fino a coincidere con le necessità di un bambino?

Con una prosa disinibita, febbrile e sorprendentemente lucida, Rosalyn D’Mello attraversa il primo periodo della maternità ricavandone un’indagine radicale sul tempo, sul desiderio, sul linguaggio e sull’identità plurima. Dalla frammentarietà di giornate scandite dall’allattamento e da sonni spezzati, dalla dedizione assoluta e da continue interruzioni, trae lo spunto per riflettere sulla memoria, l’amore, l’esperienza straniante della migrazione, il razzismo quotidiano, i vincoli della società patriarcale, la cucina come patrimonio affettivo e sensoriale, e il bisogno, mai sopito, di continuare a scrivere.

Né diario né saggio, né cronaca né memoir, Il tempo rubato (Alphabeta, tradotto da Cristina Vezzaro) è un testo che inventa la propria forma mentre procede. Un’opera inquieta, colta e profondamente vitale, in cui pensiero ed emozione, corpo e coscienza si alimentano a vicenda. Il risultato è una voce di rara intensità, capace di trasformare la narrazione più intima e privata in una meditazione universale: come rimanere fedeli a se stessi mentre si impara, giorno dopo giorno, a prendersi cura di un altro essere umano. E come la scrittura possa essere un gesto di custodia, un atto di libertà, il modo più ostinato di “rubare” e abitare il tempo.